Letzte Woche saß eine Klientin weinend in meinem Zoom-Call. Sie war gerade vom Gynäkologen zurück. "Ich habe so viel vergessen zu fragen", sagte sie. "Und jetzt ist der nächste Termin erst in 3 Monaten."
Das passiert ständig. Sie gehen zum Arzt, haben Symptome, sind verunsichert - und plötzlich sitzen Sie da und Ihr Kopf ist leer.
Deshalb gebe ich Ihnen heute die 7 Fragen, die ich ALLEN meinen Klientinnen mitgebe. Diese Fragen habe ich mit Gynäkologen entwickelt - sie wissen, dass diese Fragen intelligent sind und zeigen, dass Sie vorbereitet sind.
💡 Profi-Tipp: Drucken Sie diese Seite aus und nehmen Sie sie mit zum Termin. Oder notieren Sie die Fragen auf Ihrem Handy. Sie müssen sich nicht alles merken!
Frage 1: "Basierend auf meinen Symptomen - bin ich in der Perimenopause oder schon in der Menopause?"
Warum diese Frage wichtig ist: Die Behandlung ist unterschiedlich! Perimenopause braucht ein sequenzielles HRT-Schema, Menopause ein kontinuierliches.
Was Sie hören wollen: Eine klare Einschätzung basierend auf Ihren Symptomen und Periode-Geschichte. Wenn Sie über 45 sind, brauchen Sie in der Regel keine Bluttests.
Red Flag: Wenn der Arzt sofort Bluttests macht, ohne nach Ihrer Periode zu fragen - Bluttests sind bei Perimenopause oft irreführend.
Frage 2: "Wenn ich HRT erwäge - welche Form würden Sie für MICH empfehlen und warum?"
Warum diese Frage wichtig ist: Es zeigt, dass Sie wissen, dass es Optionen gibt (Pflaster, Gel, Tabletten). Gute Ärzte erklären, welche Form für IHRE Situation am besten ist.
Was Sie hören wollen: "Für Sie würde ich transdermal empfehlen weil..." ODER "In Ihrem Fall wären Tabletten in Ordnung weil..."
Red Flag: Wenn der Arzt einfach das Rezept mit einer Form ausstellt, ohne zu erklären warum.
Frage 3: "Welches Gestagen würden Sie verschreiben und warum gerade dieses?"
Warum diese Frage wichtig ist: Zeigt, dass Sie wissen, dass es verschiedene Gestagene gibt. Mikronisiertes Progesteron ist oft besser verträglich, aber nicht jeder Arzt verschreibt es standardmäßig.
Was Sie hören wollen: Eine Erklärung der verschiedenen Optionen (mikronisiertes Progesteron, synthetische Gestagene, Mirena-Spirale).
Insider-Tipp: Wenn Sie Nebenwirkungen von synthetischen Gestagenen fürchten, sagen Sie: "Ich habe gelesen, dass mikronisiertes Progesteron oft besser verträglich ist - wäre das für mich eine Option?"
Frage 4: "Wie überwachen wir die HRT? Wann sehen wir uns wieder und worauf achten Sie?"
Warum diese Frage wichtig ist: Gute Ärzte planen Follow-ups. HRT muss oft in den ersten 3-6 Monaten angepasst werden.
Was Sie hören wollen: "Ich sehe Sie in 6-8 Wochen wieder. Wir schauen, wie Ihre Symptome sind und ob wir die Dosis anpassen müssen."
Red Flag: "Melden Sie sich in einem Jahr" - das ist zu lang für den Anfang!
Frage 5: "Was sind meine Optionen, wenn ich keine HRT nehmen möchte oder kann?"
Warum diese Frage wichtig ist: Zeigt, dass Sie offen sind für Alternativen. Gute Ärzte kennen nicht-hormonelle Optionen.
Was Sie hören wollen: Erwähnung von Antidepressiva (für Hitzewallungen), CBT (Kognitive Verhaltenstherapie), lokales Östrogen (für vaginale Symptome), Lifestyle-Änderungen.
Bonus: Fragen Sie auch nach pflanzlichen Optionen - manche Ärzte sind offen dafür, manche skeptisch. Beides ist okay, aber Sie wollen ihre Meinung hören.
Frage 6: "Wie lange kann ich HRT nehmen? Gibt es ein Zeitlimit?"
Warum diese Frage wichtig ist: Viele Frauen haben gehört "nur 5 Jahre" - das ist veraltet! Moderne Leitlinien sagen: so lange wie nötig.
Was Sie hören wollen: "So lange Sie es brauchen. Wir überprüfen jährlich, ob Sie noch davon profitieren."
Red Flag: "Nur bis 55" oder "maximal 5 Jahre" - diese Limits sind nicht evidenz-basiert!
Frage 7: "Was soll ich tun, wenn ich Nebenwirkungen bemerke?"
Warum diese Frage wichtig ist: Zeigt, dass Sie proaktiv sind. Und Sie brauchen einen Plan für "was wenn".
Was Sie hören wollen: "Rufen Sie an oder schreiben Sie eine E-Mail. Wir passen die Dosierung an oder wechseln die Form."
Wichtig: Fragen Sie auch nach der besten Kontaktmethode - Telefon, E-Mail, Patient Portal?
Bonus-Fragen (wenn Sie Zeit haben):
- "Sollte ich zusätzlich Vitamin D und Calcium nehmen?" (Antwort: wahrscheinlich ja)
- "Muss ich meine Knochendichte messen lassen?" (Ab 50-60 ist das sinnvoll)
- "Wie beeinflusst HRT mein Brustkrebsrisiko?" (Die Antwort sollte nuanciert sein, nicht "HRT verursacht Krebs")
Möchten Sie optimal vorbereitet sein?
Ich helfe Ihnen, sich auf Ihren Gynäkologen-Termin vorzubereiten - mit personalisierten Fragen basierend auf IHRER Situation.
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Nach 15 Jahren Zusammenarbeit mit Gynäkologen weiß ich: Sie LIEBEN vorbereitete Patientinnen.
Ärzte haben wenig Zeit. Wenn Sie mit konkreten, intelligenten Fragen kommen, können sie Ihnen viel besser helfen. Sie zeigen, dass Sie informiert sind und mitdenken.
Wichtig: Schreiben Sie die Antworten auf! Sobald Sie aus der Praxis raus sind, vergessen Sie die Hälfte. Ich sage meinen Klientinnen immer: Nehmen Sie Ihr Handy, drücken Sie Record, und fragen Sie: "Darf ich unsere Besprechung aufnehmen, damit ich nichts vergesse?" Die meisten Ärzte sagen ja.